Meine dritte diesjährige Tour im Nationalpark Hohe Tauern ist für mich eine Erstbesteigung. Die Weißspitze im Venediger Gebiet stand seltsamerweise nie auf meiner To-do-Liste.
Die Weißspitze von Süden aus, der Steig führt zwischen Grat und großer Schneefläche bis zum Gipfel
Sie liegt gegenüber der Lasörling–Gruppe, auf der anderen Talseite eben. Als ich kurz nach 5 Uhr mit dem Auto starte und am Tristacher See bei Lienz durch ein kleines Waldstück fahren muss, hält ein gutes Dutzend Rehe seine Morgenandacht auf der Straße ab. Und lässt sich von mir bzw. meinem Auto auch in keinster Weise stören. Ein friedliches Bild, das meinen Tag ganz wunderbar starten lässt. Ich fahre bis zum Parkplatz Bodenalm auf 1700 Metern Höhe (oberhalb von Prägraten/Wallhorn, gebührenfrei, aber Spende erbeten).
Aufstieg
Über eine Fahrpiste mit Abkürzungswegen spaziere ich in herrlicher Morgenkühle ins Timmeltal. Nach 1 Stunde verlasse ich den breiten Weg endgültig und folge eine weitere Stunde dem gut ausgeschilderten Pfad zur Eisseehütte.
Die Eisseehütte thront über demTimmeltal
Von dort führt meine Route nach links in einen flachen Talboden bis zur nächsten Weggabelung. Ich halte mich wieder halblinks in Richtung Wallhorntörl. Die Ausschilderungen und Markierungen sind jederzeit gut zu sehen. In Wellen steigt der Pfad nach oben, am Wegesrand liegen kleinere Seen.
Der Eissee im Hintergrund
Das Gelände wird immer vegetationsloser. Nach 4 Stunden überschreite ich die 3000-Meter Höhenmarke und stehe wenig später auf dem 3040 Meter hohen Wallhorntörl.
Am Törl schweift der Blick Richtung Großvenediger (3657 m) und Rainerhorn (3559 m)
Die Gletscherwelt des Venediger liegt vor mir. Der Blick reicht im Norden bis zum Wilden Kaiser hinter Kitzbühel. Ab jetzt wird aus dem Hochgebirgspfad ein schmaler Steig. Die Wanderstöcke wandern in den Rucksack, die Hände werden am Fels gebraucht. Im Schatten von Steinen und Felsen liegen Neuschneereste, noch mehr Vorsicht ist also geboten. Aber das Wetter bleibt stabil, der Nordwind hält Gewitter fern. Ich habe Zeit und lasse mir Zeit. Nach 5 Stunden begrüße ich wieder ein Gipfelkreuz,
Hinter dem Kreuz sind die Dolomiten zu erahnen
heute auf exakt 3300 Metern Höhe. Ich genieße den 360 Grad Rundumblick von der Weißspitze in vollen Zügen.
In der Ferne grüßt der Großglockner
Abstieg
Nach zwanzig Minuten wird mir kalt, also steige ich zügig ab, bis in die Nähe des Törls. Von dort wendet sich ein Steig gut markiert nach links Richtung Seewandspitze. Ihm folge ich und umrunde so in großer Höhe den Eissee. Nach gut einer Stunde stehe ich auf der Seewandspitze (3024 m), die steil über dem See aufragt.
Blick von der Seewandspitze über den Eissee bis zur Zopetspitze (3198 m)
Das komplette Gelände, das ich die letzten zwei Stunden durchstiegen habe, besteht aus Fels und Geröll. Ich bin froh, meine robusten Bergschuhe anzuhaben.
Rund um den Eissee gibt es richtig viele Edelweiß
Nach weiteren 1,5 Stunden liegt die Eisseehütte vor mir. Hier warten wieder grüne Almwiesen und ein eiskalter Radler auf mich. Von der Hütte muss ich den bekannten Zustieg zurückwandern, das macht nach der langen Tour nur begrenzt Spaß, ist aber nicht zu ändern.
Vom Ausgang des Timmeltals geht der Blick wieder auf die andere Talseite bis zum Lasörling
1,5 Stunden trotte ich zu Tal, am Ende über den heißen Fahrweg.
Am Wegesrand die unbewirtschaftete Bodenalm-Hütte, die man mieten kann
Wie gut, dass unten in Wallhorn eine gute Freundin wohnt. Da stehen Kaffee und Kuchen schnell auf dem Tisch. Die gute Freundin heißt Genoveva Weiskopf und sie vermietet in ihrem Gästehaus Alpenruh auch Zimmer mit bestem Frühstück.
Gehzeit gesamt: ca. 9 Stunden / Rundweg
Höhenmeter: ca. 1600
Laufstrecke: ca. 22 km
Mein Fazit:
Eine tolle und lange Gebirgstour mit großartigen Ausblicken in einer sehr ursprünglichen Hochgebirgswelt. Auch bei dieser Tour vonnöten: Schwindelfreiheit und robuste Bergschuhe.
Hier gibt es weitere Infos zum Virgental und Nationalpark Hohe Tauern.
Teil 3: Besteigung Weißspitze (3300 m)
Meine dritte diesjährige Tour im Nationalpark Hohe Tauern ist für mich eine Erstbesteigung. Die Weißspitze im Venediger Gebiet stand seltsamerweise nie auf meiner To-do-Liste.
Sie liegt gegenüber der Lasörling–Gruppe, auf der anderen Talseite eben. Als ich kurz nach 5 Uhr mit dem Auto starte und am Tristacher See bei Lienz durch ein kleines Waldstück fahren muss, hält ein gutes Dutzend Rehe seine Morgenandacht auf der Straße ab. Und lässt sich von mir bzw. meinem Auto auch in keinster Weise stören. Ein friedliches Bild, das meinen Tag ganz wunderbar starten lässt. Ich fahre bis zum Parkplatz Bodenalm auf 1700 Metern Höhe (oberhalb von Prägraten/Wallhorn, gebührenfrei, aber Spende erbeten).
Aufstieg
Über eine Fahrpiste mit Abkürzungswegen spaziere ich in herrlicher Morgenkühle ins Timmeltal. Nach 1 Stunde verlasse ich den breiten Weg endgültig und folge eine weitere Stunde dem gut ausgeschilderten Pfad zur Eisseehütte.
Von dort führt meine Route nach links in einen flachen Talboden bis zur nächsten Weggabelung. Ich halte mich wieder halblinks in Richtung Wallhorntörl. Die Ausschilderungen und Markierungen sind jederzeit gut zu sehen. In Wellen steigt der Pfad nach oben, am Wegesrand liegen kleinere Seen.
Das Gelände wird immer vegetationsloser. Nach 4 Stunden überschreite ich die 3000-Meter Höhenmarke und stehe wenig später auf dem 3040 Meter hohen Wallhorntörl.
Die Gletscherwelt des Venediger liegt vor mir. Der Blick reicht im Norden bis zum Wilden Kaiser hinter Kitzbühel. Ab jetzt wird aus dem Hochgebirgspfad ein schmaler Steig. Die Wanderstöcke wandern in den Rucksack, die Hände werden am Fels gebraucht. Im Schatten von Steinen und Felsen liegen Neuschneereste, noch mehr Vorsicht ist also geboten. Aber das Wetter bleibt stabil, der Nordwind hält Gewitter fern. Ich habe Zeit und lasse mir Zeit. Nach 5 Stunden begrüße ich wieder ein Gipfelkreuz,
heute auf exakt 3300 Metern Höhe. Ich genieße den 360 Grad Rundumblick von der Weißspitze in vollen Zügen.
Abstieg
Nach zwanzig Minuten wird mir kalt, also steige ich zügig ab, bis in die Nähe des Törls. Von dort wendet sich ein Steig gut markiert nach links Richtung Seewandspitze. Ihm folge ich und umrunde so in großer Höhe den Eissee. Nach gut einer Stunde stehe ich auf der Seewandspitze (3024 m), die steil über dem See aufragt.
Das komplette Gelände, das ich die letzten zwei Stunden durchstiegen habe, besteht aus Fels und Geröll. Ich bin froh, meine robusten Bergschuhe anzuhaben.
Nach weiteren 1,5 Stunden liegt die Eisseehütte vor mir. Hier warten wieder grüne Almwiesen und ein eiskalter Radler auf mich. Von der Hütte muss ich den bekannten Zustieg zurückwandern, das macht nach der langen Tour nur begrenzt Spaß, ist aber nicht zu ändern.
1,5 Stunden trotte ich zu Tal, am Ende über den heißen Fahrweg.
Wie gut, dass unten in Wallhorn eine gute Freundin wohnt. Da stehen Kaffee und Kuchen schnell auf dem Tisch. Die gute Freundin heißt Genoveva Weiskopf und sie vermietet in ihrem Gästehaus Alpenruh auch Zimmer mit bestem Frühstück.
Gehzeit gesamt: ca. 9 Stunden / Rundweg
Höhenmeter: ca. 1600
Laufstrecke: ca. 22 km
Mein Fazit:
Eine tolle und lange Gebirgstour mit großartigen Ausblicken in einer sehr ursprünglichen Hochgebirgswelt. Auch bei dieser Tour vonnöten: Schwindelfreiheit und robuste Bergschuhe.
Hier gibt es weitere Infos zum Virgental und Nationalpark Hohe Tauern.
https://www.osttirolerland.com/virgental/praegraten-a-g
Und noch zwei interne Links zu Wandertouren in der Region:
An der Alpenkönigsroute
Grossvenediger-Höhenweg
Link für die Eisseehütte:
https://www.virgental.at/unterkuenfte/unterkunft-suche/detail/unterkunft/eisseehuette-2521m
Und hier der Link für die Alpenruh in Prägraten/Wallhorn:
https://www.virgental.at/unterkuenfte/unterkunft-suche/detail/unterkunft/gaestehaus-alpenruh