Wenn ich allein auf Wandertour gehe, bin ich immer sehr früh am Berg. Um sechs Uhr am Morgen ist der Tag frisch, der Parkplatz leer und die Luft kühl. Ich starte am Ende des Virgentals in Prägraten (Osttirol).
Auf einer Karte am Wegesrand in Prägraten: halblinks der Bergerkogel, im Zentrum der Bergersee, halbrechts der Lasörling – Nationalpark Hohe Tauern
Unten an der wilden Isel (Tennisplätze/Sägewerk) parke ich mein Auto, folge wenige Minuten dem Fahrweg zur Lasnitzenalm und biege dann links ab, in Richtung Wetterkreuz und Bergerkogel.
Anstieg
Der Start liegt bei etwa 1300 Höhenmetern, und da kommen jetzt sehr zügig viele Meter dazu, denn es geht durch lichten, schattigen Wald ganz schön steil nach oben.
Blick übers Virgental nach Norden in Richtung Sajatkopf
Nach einer Stunde erreiche ich einen kleinen Sattel, auf ca. 1800 NHN (Normalhöhennull), ab jetzt wechseln sich steilere Passagen mit eher flachen Wegstücken ab. Zu dieser frühen Stunde bin ich natürlich alleine unterwegs. Nach gut 1,5 Stunden erreiche ich am Wetterkreuz die Waldgrenze auf 2153 NHN.
Das Wetterkreuz: ein Ort des Gebets gegen Unwetter aller Art
Die Sicht reicht ins Venediger Gebiet, ein starker Nordwind sorgt für klare Luftverhältnisse. Nach einer flachen Passage steigt der schmale Weg jetzt immer steiler bergan. Der wuchtige und massive Bergerkogel verjüngt sich nach oben hin massiv. Auf den letzten zweihundert Höhenmetern wird der Steig geröllig, hin und wieder kommen die Hände zum Einsatz. Halbwegs schwindelfrei sollte man hier oben sein.
Bei trockenen und klaren Verhältnissen ist der markierte Steig gut zu gehen
Nach knapp 3 Stunden stehe ich am Gipfelkreuz auf 2656 NHN. Der Blick reicht von der Röthspitze (3496 m) über das Venedigergebiet bis zum Großglockner (3798 m), dem höchsten Berg in Österreich.
Die niedrige Wolkenbasis verhindert den Blick auf die Bergspitzen im Nationalpark Hohe Tauern
Vor über 65 Jahren stand ich hier als kleiner Junge auch schon so herum und habe in diese Bergwelt geschaut. Die Gletscher sind kleiner geworden und der Borkenkäfer hat die Nadelwälder ramponiert, ansonsten sehe ich keine Veränderungen.
Ein eher gemütlicher Steig führt vom Gipfel über eine kleine Scharte in 40 Minuten hinunter zum Bergersee (2181 m).
Pause
Der Bergersee könnte auch im Hobbitland liegen
Der ist noch genauso kalt wie zu meinen Kindertagen, also kein Bad, besser nur ein bisschen Blödeln mit Hans Jörg, dem altbekannten Hüttenwirt.
Ein guter Wirt und sein treuer Gast
Bei ihm auf der Hütte habe ich mit unseren Kindern so manche Sommerwoche verbracht.
Familienurlaub vor gut 30 Jahren
Und so manchen gelben Enzian in die Kehle geschüttet. Die Hütte mit See und Umgebung ist auch heute noch ein toller Abenteuerspielplatz für Familien, die nicht täglich ein Phantasialand brauchen. Nebenbei gesagt: auch billiger! 52 Euro kostet derzeit die Übernachtung für Erwachsene, ein perfektes Bergsteigerfrühstück ist inkludiert.
Oben unterm Dach sind die Zimmer/Lager
Die Hütte verfügt bis heute nicht einmal über eine Transportseilbahn. Die Lasten fahren Hans Jörg und seine Söhne mit Cross-Maschinen über den Muhsweg zur Hütte. Jedes Mal ein halsbrecherisches Unterfangen. Aktuell erproben die Burschen den Einsatz einer Drohne. Erstmal ein aufwendiges und kostspieliges Unterfangen, aber vermutlich mit großer Zukunft.
Abstieg
Den Weg hinunter ins Tal würde ich auch in dunkler Nacht problemlos finden. Früher sind wir ihn gelaufen, heute spaziere ich ihn gemütlich in gut einer Stunde hinunter.
Gehzeit gesamt: ca. 5 Stunden / Rundweg
Höhenmeter: ca. 1300
Laufstrecke: ca. 19 km
Fazit:
Zur Eingewöhnung war das eine wunderbare Tour. Im oberen Bergerkogel Bereich ein wenig anspruchsvoll, ansonsten eine mäßig schwere Wandertour mit schönen Ausblicken inmitten des Nationalparks Hohe Tauern.
Mein nächstes Ziel für die kommenden Tage: der Lasörling.
Er ist der große Bruder des Bergerkogel, mit 3098 Metern Höhe stellt er einen gewaltigen Bergklotz dar, dem die gesamte Berggruppe zwischen Virgen- und Defereggental seinen Namen verdankt.
Die Tour stelle ich nächste Woche hier auf meinem Blog www.mikkameint.de vor.
Hier gibt es weitere Infos zum Virgental und Nationalpark Hohe Tauern.
Teil 1: Besteigung Berger Kogel (2656 m) –
Wenn ich allein auf Wandertour gehe, bin ich immer sehr früh am Berg. Um sechs Uhr am Morgen ist der Tag frisch, der Parkplatz leer und die Luft kühl. Ich starte am Ende des Virgentals in Prägraten (Osttirol).
Unten an der wilden Isel (Tennisplätze/Sägewerk) parke ich mein Auto, folge wenige Minuten dem Fahrweg zur Lasnitzenalm und biege dann links ab, in Richtung Wetterkreuz und Bergerkogel.
Anstieg
Der Start liegt bei etwa 1300 Höhenmetern, und da kommen jetzt sehr zügig viele Meter dazu, denn es geht durch lichten, schattigen Wald ganz schön steil nach oben.
Nach einer Stunde erreiche ich einen kleinen Sattel, auf ca. 1800 NHN (Normalhöhennull), ab jetzt wechseln sich steilere Passagen mit eher flachen Wegstücken ab. Zu dieser frühen Stunde bin ich natürlich alleine unterwegs. Nach gut 1,5 Stunden erreiche ich am Wetterkreuz die Waldgrenze auf 2153 NHN.
Die Sicht reicht ins Venediger Gebiet, ein starker Nordwind sorgt für klare Luftverhältnisse. Nach einer flachen Passage steigt der schmale Weg jetzt immer steiler bergan. Der wuchtige und massive Bergerkogel verjüngt sich nach oben hin massiv. Auf den letzten zweihundert Höhenmetern wird der Steig geröllig, hin und wieder kommen die Hände zum Einsatz. Halbwegs schwindelfrei sollte man hier oben sein.
Nach knapp 3 Stunden stehe ich am Gipfelkreuz auf 2656 NHN. Der Blick reicht von der Röthspitze (3496 m) über das Venedigergebiet bis zum Großglockner (3798 m), dem höchsten Berg in Österreich.
Vor über 65 Jahren stand ich hier als kleiner Junge auch schon so herum und habe in diese Bergwelt geschaut. Die Gletscher sind kleiner geworden und der Borkenkäfer hat die Nadelwälder ramponiert, ansonsten sehe ich keine Veränderungen.
Ein eher gemütlicher Steig führt vom Gipfel über eine kleine Scharte in 40 Minuten hinunter zum Bergersee (2181 m).
Pause
Der ist noch genauso kalt wie zu meinen Kindertagen, also kein Bad, besser nur ein bisschen Blödeln mit Hans Jörg, dem altbekannten Hüttenwirt.
Bei ihm auf der Hütte habe ich mit unseren Kindern so manche Sommerwoche verbracht.
Und so manchen gelben Enzian in die Kehle geschüttet. Die Hütte mit See und Umgebung ist auch heute noch ein toller Abenteuerspielplatz für Familien, die nicht täglich ein Phantasialand brauchen. Nebenbei gesagt: auch billiger! 52 Euro kostet derzeit die Übernachtung für Erwachsene, ein perfektes Bergsteigerfrühstück ist inkludiert.
Die Hütte verfügt bis heute nicht einmal über eine Transportseilbahn. Die Lasten fahren Hans Jörg und seine Söhne mit Cross-Maschinen über den Muhsweg zur Hütte. Jedes Mal ein halsbrecherisches Unterfangen. Aktuell erproben die Burschen den Einsatz einer Drohne. Erstmal ein aufwendiges und kostspieliges Unterfangen, aber vermutlich mit großer Zukunft.
Abstieg
Den Weg hinunter ins Tal würde ich auch in dunkler Nacht problemlos finden. Früher sind wir ihn gelaufen, heute spaziere ich ihn gemütlich in gut einer Stunde hinunter.
Gehzeit gesamt: ca. 5 Stunden / Rundweg
Höhenmeter: ca. 1300
Laufstrecke: ca. 19 km
Fazit:
Zur Eingewöhnung war das eine wunderbare Tour. Im oberen Bergerkogel Bereich ein wenig anspruchsvoll, ansonsten eine mäßig schwere Wandertour mit schönen Ausblicken inmitten des Nationalparks Hohe Tauern.
Mein nächstes Ziel für die kommenden Tage: der Lasörling.
Er ist der große Bruder des Bergerkogel, mit 3098 Metern Höhe stellt er einen gewaltigen Bergklotz dar, dem die gesamte Berggruppe zwischen Virgen- und Defereggental seinen Namen verdankt.
Die Tour stelle ich nächste Woche hier auf meinem Blog www.mikkameint.de vor.
Hier gibt es weitere Infos zum Virgental und Nationalpark Hohe Tauern.
https://www.osttirolerland.com/virgental/praegraten-a-g
Und noch zwei interne Links zu Wandertouren in der Region:
An der Alpenkönigsroute
Grossvenediger-Höhenweg
Und hier abschließend der Link für die wunderbare Bergersee Hütte:
https://www.virgental.at/unterkuenfte/unterkunft-suche/detail/unterkunft/bergersee-huette-2182m